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Empfehlenswerte Bücher
zum Thema Nationalsozialismus, Drittes Reich, Zweiter Weltkrieg, Holocaust
Dort,
wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.
Heinrich Heine
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Eichmann in Jerusalem.
Ein Bericht von der Banalität des Bösen.
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Von Hannah Arendt. Der Prozeß gegen SS-Obersturmbannführr
Adolf Eichmann 1961 in Jerusalem war neben den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen
die wichtigste Gerichtsverhandlung gegen Schergen des NS-Regimes. Spätestens
mit der Vollstreckung des Todesurteils gegen Eichmann begann auch eine Diskussion
um die Sinnhaftigkeit der Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen durch juristische
Mechanismen. Hannah Arendt hat den Prozeß selbst miterlebt und seine Unterlagen
dazu genutzt, ihr eigenes Resümee über den Holocaust und die Person Adolf Eichmann
mit seiner Rolle bei der Judenverfolgung zu ziehen. Heraus kam dabei ein Buch,
das bis zum heutigen Tag nichts an Gültigkeit oder Bedeutung verloren hat.
Eichmann steht prototypisch für viele der verbrecherischen
Nazi-Gefolgsleute, die mit oder ohne ideologischer Verblendung, dafür aber immer
mit voller Obrigkeitshörigkeit doch stets nur Befehle ausführten. Irgendeine
Form der Reue geht ihm ab, denn "Reue ist etwas für kleine Kinder", so Eichmann
in den Verhören. Dabei ist Reue und die daraus resultierende Selbsterkenntnis
der vielleicht wichtigste Punkt einer sinnvollen Aufarbeitung. Hinter der Maske
des vermeintlichen Normalos Eichmann verbirgt sich tausendfacher Schrecken --
ein Schrecken, den man auch heute noch an so manchen Stellen des Erdballs in
den Personen scheinbar normaler Bürger wiederfinden kann.
Arendts Buch ist zudem eine über die persönliche
Ebene hinausgehende Zusammenfassung des Holocaust, von den ersten Vertreibungen
bis hin zur fürchterlichen Endlösung, denn all dies war Gegenstand des Prozesses.
Bei aller berechtigter Kritik -- so gibt es heute sicherlich ausführlichere
Bücher über die Historie des Holocaust -- darf man ihr eigentliches Anliegen
nicht übersehen. Es ging ihr gerade um die im Untertitel aufgeführte Banalität
des Bösen, um die Betrachtung der Person, die das Töten verwaltet und plant.
Und genau diese Betrachtungsweise packt den Leser, denn bei der Analyse der
Ereignisse im Dritten Reich sollte man immer auch die einzelnen Täter berücksichtigen.
Die Erkenntnis, daß normale Menschen zu Greueltaten solchen Ausmaßes fähig sind,
darf nie in Vergessenheit geraten, und so behält dieses Buch auch in Zukunft
seinen Stellenwert als Warnung wie auch als Mahnmal.(Joachim Hohwieler)
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Frauen unterm Hakenkreuz.
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Von Wolfgang Schneider: Dass die nationalsozialistische
Ideologie alles andere als auf die Emanzipation der Frau gerichtet war, bedarf
keiner besonderen Betonung. "Emanzipation", wird Adolf Hitler zitiert, "ist
nur ein vom jüdischen Intellekt erfundenes Wort". Doch unter dem Diktat des
Krieges veränderte sich auch das offizielle Frauenbild der Nazis, so die These
Wolfgang Schneiders, und es gab "unfreiwillige Ansätze partieller Gleichberechtigung".
Eine mehrfach eingeschränkte These also, die so auch kaum angreifbar ist.
Die Rolle der Frau im Dritten Reich, so lautet
das Fazit, war entgegen des gängigen Pauschalurteils nicht auf die der versklavten
Gebärmaschine reduziert. Auch wenn sie im Parteiapparat deutlich unterrepräsentiert
waren und gemäß der nationalsozialistischen Ideologie als natürliche Gefolgschaft
des Mannes galten, dessen Brut und Haushalt sie zu versorgen hatten -- Frauen
waren von Beginn an entscheidende Stützen des nationalsozialistischen Staates,
auch wenn sie bis zuletzt so gut wie keine, zumindest maßgebenden öffentlichen
Ämter bekleideten. Ein wenig verwundert es deswegen schon, dass Schneider nicht
näher auf die Täterinnen eingeht, die es während der NS-Zeit eben auch gegeben
hat.
Dass die Bedeutung der Frauen für das Regime
mit zunehmender Dauer des Krieges größer wurde, liegt auf der Hand. Dass sich
aber auch das ideologische Frauenkonzept des Nationalsozialismus groß geändert
hätte, davon kann wohl kaum die Rede sein. Im Gegenteil hat die ausgerechnet
von der "Reichsfrauenführerin" Gertrud Scholz-Klink formulierte Doktrin, die
deutsche Frau solle "so sein, dass sie alles, was von ihr gefordert wird, gern
tut" bis zuletzt ihre Gültigkeit behalten. Nur hat das angesichts der (Über-)Lebensfragen,
die der "totale Krieg" an die Frauen und Männer in Deutschland stellte, zuletzt
niemanden mehr gekümmert. Die Stärke des vorliegenden Bandes liegt auch weniger
darin, grundlegend neue Erkenntnisse zu liefern, als vielmehr in der trotz der
ein oder anderen Ungereimtheit insgesamt gelungenen, thematisch gebündelten
Dokumentation.
(Andreas Vierecke)
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Neger, Neger, Schornsteinfeger.
Meine Kindheit in Deutschland.
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Hans J. Massaquoi beschreibt in seiner Autobiographie
seine Kindheit und Jugend zwischen 1926 und 1948 als einer der ganz wenigen
schwarzen Deutschen in diesem Land. Seine braune Haut bewahrte ihn unter anderem
davor, Nazi zu werden. Und sie verhinderte, dass er in den Krieg geschickt wurde
wie viele seiner Mitschüler, die nie wieder zurückkamen.
Als Sohn einer weißen Mutter und eines schwarzen Vaters wächst Hans-Jürgen Massaquoi
zunächst in großbürgerlichen Verhältnissen auf. Der Großvater, ehemaliger König
der Vai, ist liberianischer Generalkonsul in Hamburg. Die Dienstboten sind Weiße.
Doch dann verlässt die liberianische Familie das Land. Massaquoi und seine Mutter
bleiben zurück und ziehen in ein Arbeiterviertel. Bald darauf übernehmen die
Nazis die Macht...
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Kreuz und Hakenkreuz
Die evangelische Kirche im Dritten Reich
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Von Kurt Meier. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum
Heiligen Jahr haben sich die beiden großen christlichen Kirchen öffentlich für
ihr Versagen an entscheidenden Stationen ihrer langjährigen Geschichte entschuldigt,
darunter für ihre Unentschlossenheit gegenüber der nationalsozialistischen Judenverfolgung.
Kurt Meier untersucht die Geschichte des von inneren Auseinandersetzungen gekennzeichneten
evangelischen Kirchenkampfes im "Dritten Reich" und unterzieht die religiösen
und politischen Konflikte, denen die Kirche ausgesetzt war, sowie die Frage
nach ihren Möglichkeiten, als bedeutende gesellschaftliche Gruppierung Widerstand
zu leisten, einer kritischen Analyse. Neben dem aktiven Widerstand einzelner
Christen gegen das NS-System beschreibt er die Gratwanderung zwischen Anpassung
und Verweigerung sowie die Weltanschauungskontroverse innerhalb der Kirche und
die zwiespältige Haltung der Protestanten zur Judenverfolgung. Vergleichend
nimmt Meier Bezug auf die Reaktion der katholischen Kirche und gelangt zu einer
abschließenden Bewertung kirchlichen Widerstands unter dem Hitler-Regime.
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Anmerkungen zu Hitler.
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Von Sebastian Haffner. »Gewissermaßen in Widerlegung
des bekannten Wortes von Karl Kraus, dass ihm zu Hitler nichts mehr einfalle,
legt der deutsch-britische Publizist Sebastian Haffner ein neues unorthodoxes
Buch über den deutschen Diktator vor, in welchem der Autor demonstriert, dass
man sehr wohl noch in ganz anderer Weise an das Hitler-Phänomen herangehen kann,
als das in der Literaturflut der letzten Jahre geschehen ist.« Mit diesen Worten
eröffnete die Neue Zürcher Zeitung ihren Kommentar zum Erscheinen des
weithin aufsehenerregenden Hitler-Buches. Kaum ein herausragender Rezensent
ließ es sich nehmen, den Band demonstrativ ausführlich zu besprechen. Monatelang
führten die Anmerkungen des kenntnisreichen Außenseiters die Bestsellerlisten
an.
In sieben eigenständigen Kapiteln mit den Titeln 'Leben', 'Leistungen', 'Erfolge',
'Irrtümer', 'Fehler', 'Verbrechen' und 'Verrat' versucht der Autor,
das Phänomen Hitler von verschiedenen Seiten, unter verschiedenen Aspekten und
an verschiedenen Schlüsselstellen seiner Lebenskonstellation zu erhellen - einer
Lebenskonstellation, die uns mit ihren abrupten Brüchen und Sprüngen und ihren
politischen Erlösungs- und Rettungsmythen noch immer Rätsel aufgibt.
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Kommandant in Auschwitz.
Autobiographische Aufzeichnungen.
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Von Rudolf Höß. Die autobiographischen Aufzeichnungen
des Lagerkommandanten von Auschwitz sind ein psychologisches Dokument von exemplarischer
historischer Bedeutung. Sie decken Hintergründe moralische und geistiger Pervertierung
auf, die sich im Deutschland Hitlers und Himmlers bei unzähligen ehrgeizigen
"Gläubigen" des Regimes vollzog.
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Ganz normale Männer.
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Von Christopher R. Browning. Wie kann Massenmord zur
Alltagsroutine werden? Im Sommer 1942 wurde ein Bataillon der Hamburger Polizeireserve,
etwa 500 Männer, die zu alt zum Dienst in der Wehrmacht waren, nach Polen zu
einem Sonderauftrag gebracht. Dort wurde ihnen eröffnet, dass sie die jüdische
Bevölkerung in polnischen Dörfern aufspüren, die noch arbeitsfähigen Männer
für den Lagereinsatz aussondern, die übrigen - Alte, Kranke, Frauen und Kinder
- auf der Stelle zu erschießen hätten. Vor dem Einsatz machte der Kommandant
den Leuten das Angebot, wer sich dieser Aufgabe nicht gewachsen fühle, könne
sein Gewehr abgeben und würde dann zu einer anderen Aufgabe eingesetzt. Nur
etwa 12 Männer von fast 500 traten vor. In ganz Polen und Russland wüteten in
der Folgezeit diese Polizeibataillone, erschossen Zigtausende von Menschen und
brachten weitere Zigtausende in Konzentrationslager.
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Werden wir uns wiedersehen. Eine Liebe in den Zeiten
des Krieges.
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Von Betty Schimmel. Heute lebt Betty Schimmel mit
ihrem Ehemann in Phoenix, USA. Sie ist aktives Mitglied mehrerer Organisationen,
die sich um die Überlebenden des Holocaust kümmern. Häufig hält Betty Vorträge
in Schulen und berichtet über ihre erschütternde Kindheit und große Liebe im
besetzten Ungarn.
Bettys Familie, gläubige Juden, flüchtet vor den Deutschen aus der Tschechoslowakei
nach Ungarn. Als 1944 Panzer in Budapest einrollen, müssen sie ihre Wohnung
räumen, werden im Ghetto zusammengepfercht. Dann beginnt, halb verhungert, frierend
ein Fußmarsch nach Österreich. "Wir waren der letzte Judentransport aus Ungarn
und Adolf Eichmann, der Architekt von Hitlers 'Endlösung' führte ihn selbst
an."
Diese Qual übersteht Betty, weil sie in Gedanken bei ihrer Jugendliebe Richie
ist. Aus ihrer Freundschaft hat sich eine zarte, erste Liebe entwickelt und
beide haben sich im Bombenhagel geschworen, nach Kriegsende zu heiraten. Das
Konzentrationslager Mauthausen, Ziel ihres Todesmarsches, wird glücklicherweise
von den Amerikanern befreit. Betty, schwer erkrankt, nimmt die Suche nach Richie
auf. Eine Liste des Roten Kreuzes mit dem Eintrag "verstorben" zerstört ihre
Hoffnung.
Voller Trauer heiratet sie früh und überstürzt mit achtzehn Jahren Otto, einen
Auschwitz-Überlebenden. In Gedanken ist Betty immer noch bei ihrer verlorenen
großen Liebe. Dreißig Jahre später reist sie nach Bukarest und traut ihren Augen
kaum, als sie am Nebentisch ihres Hotels einen Mann entdeckt - Richie.
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Magda Goebbels - Annäherung an ein Leben.
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Anja Klabunde schildert das schwer widersprüchliche
Leben der Magda Goebbels. Unehelich geboren, vom jüdischen Stiefvater liebevoll
aufgezogen, erlebt Magda ihre erste große Liebe zu dem jüdischen Intellektuellen
Victor Arlosoroff. Er begeistert sie für die Idee des jüdischen Staates. Als
er nach Palästina geht, heiratet Magda den Industriellen Quandt und taucht in
die Welt des Großbürgertums ein, doch die Ehe scheitert. Magda lernt das Propagandagenie
Joseph Goebbels kennen und stellt sich bedingungslos in den Dienst der nationalsozialistischen
Bewegung. Bis zum bitteren Ende: 1945 vergiftet sie sich und ihre sechs Kinder.
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Eine Liebe in Auschwitz
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Von Thilo Thielke. Der Pole Jerzy Bielecki
ist 18 Jahre alt, als er 1940 als politischer Häftling in Auschwitz eintrifft.
Dort, in der Hölle auf Erden, geschieht etwas Wunderbares: Er verliebt sich
in das jüdische Mädchen Cyla Cybulska. Die beiden beschließen zu fliehen. 1944
geschieht das Unglaubliche: Die Flucht aus dem Vernichtungslager gelingt. Doch
Jerzy und Cyla werden auseinandergerissen. Beide überleben die Nazizeit, aber
jeder von ihnen glaubt, der andere sei ums Leben gekommen. Ein Irrtum, wie sie
im Jahr 1983 durch Zufall erfahren.
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Ist das ein Mensch?
Ein autobiographischer Bericht.
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Von
Primo Levi
. Ein Jahr der Hölle in Auschwitz. Primo Levi schildert mit atemberaubender
Sachlichkeit und Menschlichkeit, was ihm und anderen angetan wurde. Primo Levi
wurde 1919 als Sohn jüdischer Eltern in Turin geboren. Er studierte Chemie und
promovierte 1941. Als Mitglied einer Piemontesischen Partisanengruppe wurde
er 1943 verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Nach seiner Repatriierung arbeitete
er in der chemischen Industrie, zuletzt als Direktor einer Fabrik. 1977 zog
er sich aus dem Berufsleben zurück, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Bis
zu seinem Freitod 1987 lebte Levi in Turin. Für sein Leben und sein schriftstellerisches
Werk, das ihm internationalen Ruhm eintrug, wurden die Erfahrungen des Konzentrationslagers
und des Dritten Reiches zum prägenden Zentrum.
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Hitlers unbeugsame Gegnerinnen.
Der Frauenaufstand in der Rosenstrasse.
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Von Nina Schröder. März 1943: Einige Hundert
Frauen protestieren in der Berliner Rosenstraße gegen die Verschleppung ihrer
jüdischen Männer. "Gebt uns unsere Männer zurück!" rufen sie immer wieder -
mutig und entschlossen in der Kälte ausharrend, bis über 1000 bereits dem Tod
verschriebene Gefangene - mit Ausweispapieren und Entlassungsscheinen versehen
- dem Leben wieder überlassen werden.
Nina Schröder hat Überlebende dieses sanften Widerstands aufgesucht und nach
den fast in Vergessenheit geratenen Ereignissen gefragt. Die Erinnerungen dieser
Menschen lassen diese einzigartige und mutige Aktion noch einmal vor unseren
Augen aufleben.
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Verschleppt ans Ende der Welt.
Schicksale deutscher Frauen in sowjetischen Arbeitslagern.
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Von Freya Klier.1945, am Ende des Zweiten
Weltkriegs, deportierte der sowjetische Geheimdienst NKWD im Schatten der vorrückenden
Roten Armee Hunderttausende deutscher Zivilisten aus Südosteuropa und Ostdeutschland
in die Sowjetunion, darunter viele Frauen. In sibirischen Lagern musste sie
die deutsche Kriegsschuld abarbeiten - im Wald, beim Straßenbau, auf der Kolchose,
im Schacht. Mehr als ein Drittel von ihnen kehrte nicht zurück, starb an Schwäche
und Unterernährung. Die anderen hielt man gefangen, solange sie arbeitsfähig
waren; dann wurden sie, von Krankheiten gezeichnet und bis auf die Knochen abgemagert,
nach Deutschland entlassen.
Die Schriftstellerin und Regisseurin Freya Klier hat überlebende Frauen aufgesucht
und interviewt. Sie dokumentiert nach gründlichen Recherchen umfassend dieses
dunkle Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Ihr Bericht umfasst alle
Stationen der Odyssee dieser Frauen. Abbildungen und Karten ergänzen die Dokumentation.
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Kindheit und Jugend unter Hitler.
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Von Helmut Schmidt (Hrsg.). Helmut Schmidt
und seine Frau Hannelore, seine Freunde und Mitarbeiter - sieben Menschen erzählen,
wie sie in jungen Jahren den Nationalsozialismus erlebten, in der Hitlerjugend
und beim Reichsarbeitsdienst, als Flakhelfer oder Frontsoldaten. Eine Jugend
zwischen Unwissenheit und Angst, zwischen Verführbarkeit und Ablehnung wird
in ihren Geschichten lebendig.
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Wir waren Hitlers Eliteschüler.
Lernen unterm Hakenkreuz
19 ehemalige NS-Eliteschüler erinnern sich.
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Von Johannes Leeb. Mit verführerischen Sportangeboten,
ideologischen Parolen und elitären Berufsaussichten lockten die Nazis
einst besonders begabte Schüler und Schülerinnen, um sie zur zukünftigen Führungsschicht
heranzuziehen Die auserwählten Jungen und Mädchen landeten in den Adolf-Hitler-Schulen,
den Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (Napolas) und der Reichsschule Feldafing
und wurden dort im Sinne der NS-Erziehungsmaximen unterrichtet.
Jetzt berichten die ehemaligen »Kadetten unterm Hakenkreuz«
- bekannte und weniger bekannte Zeitgenossen - von ihren Erfahrungen in
Hitlers Ausleseschulen. Offen und ohne sich selbst zu schonen, reden sie über
ein viel zu lange tabuisiertes Thema und rekapitulieren, welchen Einfluss die
ideologischen Einhämmerungsstrategien und der körperliche Drill in den politischen
Elite-Anstalten auf ihr späteres Leben hatten.
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Freispruch für die Nazi- Justiz.
Die Urteile gegen NS- Richter seit 1948.
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Von Jörg Friedrich. Ein Skandal der deutschen
Nachkriegsjustiz und ewiger Dorn im Fleische der jungen Bundesrepublik: Zigtausendfach
wurden nach Auffassung der Bundesjustiz Menschen in ordentlichen Verhandlungen
nach gültigen Hitlergesetzen getötet. Alle hatten sie Straftatbestände verwirklicht.
Ihre Beseitigung war teilweise ungerecht, aber kein Verbrechen.
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'In Auschwitz wurde niemand vergast'
60 rechtsradikale Lügen und wie man sie widerlegt.
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Von Markus Tiedemann. Gesellschaftspolitisches
Thema von äußerster Brisanz
Die Holocaust-Leugner lügen, verbreiten Halbwahrheiten, biegen sich die Fakten
zurecht, ganz wie sie es brauchen. Aber sie tun das sehr geschickt und sind
oftmals durch Schulungen gut vorbereitet. Selbst wenn man den Holocaust-Leugnern
kein Wort glaubt, ist man doch oft hilflos, was man ihnen entgegnen soll. Reine
Polemik und echte Empörung machen es den Neonazis zu leicht. Die geschichtliche
Wahrheit ist immer die beste Waffe. Deswegen ist dieses Buch nicht nur eine
Argumentationshilfe, sondern gleichzeitig auch ein thematisch geordnetes Geschichtsbuch.
Markus Tiedemann, ein junger Hamburger Historiker mit dem Schwerpunkt Nationalsozialismus,
veranlasste seine persönliche Erfahrung, auf revisionistische Äußerungen nicht
sofort angemessen reagieren zu können, sowie die überraschend weit verbreitete
Unwissenheit von Jugendlichen über die NS-Zeit, zur Herausgabe dieses Buches.
Er zitiert 60 rechtsradikale Lügen, die alle kurz kommentiert und durch unzweifelhafte
historische Quellen widerlegt werden.
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Atme, mein Sohn, atme tief.
Die Überlebensgeschichte
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Von Henry Wermuth. Als Fünfzehnjähriger
wird der aus Frankfurt stammende Jude Henry Wermuth mit seiner Familie nach
Polen deportiert, 1942 beginnt für ihn eine Odyssee durch verschiedene Konzentrationslager:
Sein Leben verdankt Henry allein seinem unerschütterlichen Vertrauen in das
eigene Überleben. Als er 1945 schließlich in Mauthausen befreit wird, ist sein
Vater kurz zuvor gestorben, Mutter und Schwester sind ermordet worden. Erst
jetzt, fünfzig Jahre nach dem Holocaust, fand der Autor die Kraft, seine Erinnerungen
aufzuschreiben.
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Chronik aus einer dunklen Welt.
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Von Paul Steinberg. "Ich habe in der Würdelosigkeit
gelebt und lebe noch in ihr. Es ist mir nie gelungen, mein Bild reinzuwaschen.
Ich bin ... derjenige, der den alten Juden geohrfeigt hat, derjenige, der sich
auf den Scheißhäusern versteckt hat, der Höfling, der den Gewalttätigen und
Mördern geschmeichelt hat, um sich den Nachschlag der täglichen Suppe zu sichern."
Fünfzig Jahre nachdem Paul Steinberg aus dem KZ Auschwitz befreit wurde, zieht
er diese düstere Bilanz über sich selbst. Er hatte nicht nur Glück, den Selektionen
entkommen zu sein, nicht nur einen widerstandsfähigen Körper, der Krankheiten
wie der Gelbsucht trotzte, nicht nur einen unbändigen Willen zu Überleben gehabt
zu haben, sondern er war vielmehr kaltblütig und berechnend um sich stets dem
Tod zu entziehen. Sein Leidensgefährte Primo Levi nannte Steinberg "hart und
unnahbar, verschlossen in seinem Panzer, ein Feind aller, unmenschlich schlau
und unbegreiflich wie die Schlange in der Genesis."
Steinberg "segelt zwischen den Inseln der Erinnerung". Sein Bericht ist selbstkritisch
und kaltblütig, auch gegenüber der Gegenwart: "Der Tod anderer bleibt für mich
etwas Banales, mein eigener auch." Was andere im Detail schilderten, Steinberg
deutet es denkbar knapp an und berichtet präzise nur das, was das "schonungsvolle
Gedächtnis" nach so langer Zeit übriggelassen hat. Auch wenn er es bedauert,
dass ihm viele Gesichter und Menschen nicht in Erinnerung geblieben sind, Steinberg
lässt sich nicht in Versuchung bringen, zu erfinden.
Weshalb ich? ist die Frage, die Steinberg beschäftigt und: Habe ich mir etwas
zuschulden kommen lassen? Notwendigerweise ziehen diese Fragen weitere nach
sich: Paul Steinberg zieht sein Überleben in Zweifel. Ausgerechnet er schaffte
es, ein Lehrbuch für anorganische Chemie ins Lager zu schmuggeln und auswendig
zu lernen, was ihm eine privilegierte Stellung als Chemiker einbrachte. Ausgerechnet
er zog die Aufmerksamkeit der Lager- oder Blockältesten auf sich und kam ins
Krankenlager, um sich auszukurieren, zu wärmen und ein paar Kilo zuzunehmen,
während andere, die gesünder waren als er, "in Rauch aufgingen".
Die Fernsehserie Holocaust, Schindlers Liste oder Jorge Sempruns
Buch Die große Reise zogen die Zuschauer bzw. Leser mit der Unfassbarkeit
der Grausamkeiten in ihren Bann. Paul Steinberg geht noch einen Schritt weiter:
"Vielleicht habe ich ja überlebt, um als letzter Rechenschaft abzulegen, mal
aufwallend, mal kaltblütig." Er legt Rechenschaft nicht nur über Auschwitz ab,
sondern vor allem über sich in und nach Auschwitz. Das Eigentümliche an diesem
Buch ist, daß man es nicht mehr aus den Händen legen kann und daß es einen noch
wochenlang beschäftigt. Es ist tatsächlich weniger das Entsetzen, vielmehr das
Verblüffen darüber, auf welche Weise Steinberg überlebt hat, das den Leser an
diesen Bericht fesselt.
© Matthias Kehle
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Ihr Lieben, allzu weit entfernten ...
Briefe von Louise Jacobsen an ihre Familie 1942
- 1943.
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Von Nadia Kaluski-Jacobsonl (Hrsg.). "Am 31.
August 1942 wird die siebzehnjährige Louise Jacobson in Paris verhaftet, weil
sie keinen Judenstern trägt. Nachdem sie sechs Wochen im Gefängnis Fresnes gemeinsam
mit gewöhnlichen Kriminellen und Prostituierten festgehalten wird, kommt Louise
am 14. Oktober nach Drancy, einem Sammellager für die französischen Juden, wo
die Transporte in die Todeslager zusammengestellt werden. Am 13. Februar 1943
wird sie nach Auschwitz deportiert und dort gleich nach ihrer Ankunft in die
Gaskammer geschickt, weil sie sich als Schülerin ausgibt. Aus Fresnes und Drancy
schreibt Louise an die Schwester, den Vater und die Schulfreundinnen, die gerade
ihr Abitur machen. Diese Briefe sind erschütternde Zeugnisse einer Liebe zu
ihren Mitmenschen und einer Reife, die man einer Siebzehnjährigen nicht zutrauen
würde und die wohl aus dem unmenschlichen Schicksal erwachsen. Voller Ahnungen,
dass es auf ihrem Weg kein Zurück gibt, versucht sie, die Familie aufzurichten
und zu trösten. Sehnsüchtig fragt sie nach den Neuigkeiten aus der Schule und
schildert minutiös den Tagesablauf im Lager. In ihrem letzten Brief hieß es:
"Ich habe traurige Nachrichten, lieber Papa, nach meiner Tante bin ich an der
Reihe fortzugehen. Aber das macht nichts, ich bin sehr zuversichtlich..." Mehr
als elftausend jüdische Kinder sind während der deutschen Besetzung Frankreichs
umgebracht worden. Die meisten von ihnen haben keinerlei Spuren hinterlassen,
weil sie sofort nach ihrer Verhaftung nach Osten deportiert wurden. Die Briefe
von Louise Jacobson sind daher ein einzigartiges Dokument, durch das sie und
die anderen toten Kinder aus einem fünfzigjährigen Schlaf zu uns sprechen.
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Hitlers Macht.
Das Profil der NS- Herrschaft
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Von Ian Kershaw. Zu den großen Rätseln der deutschen
Geschichte gehört nach wie vor, wie es einem ungebildeten Stammtisch-Choleriker
mit uneinnehmender Physiognomie und fragwürdigem Lebenswandel gelingen konnte,
sich das Volk einer Kulturnation hörig zu machen und es völlig zu barbarisieren.
Diese Frage treibt auch den britischen Historiker
Ian Kershaw um, der in seinem bei dtv inzwischen in zweiter Auflage erschienenen
Buch Hitlers Macht inspiriert von Max Webers Konzept der "charismatischen
Herrschaft" ein scharfsichtiges Profil der NS-Herrschaft zeichnet.
Kershaw hält nichts von der gängigen Dämonisierung Hitlers
zum modernen allmächtigen Tyrannen und der damit im Grunde verharmlosenden Reduktion
von Tätern und Mitläufern zu Marionetten eines totalitären "Hitlerismus". Er
sieht im "Führer" weniger den aktionistischen Diktator als den tonangebenden
Ideologen -- die "Verkörperung der Idee" sozusagen --, der seinen "Volksgenossen"
und Getreuen bei ihrer Arbeit im "nationalen Interesse" und zum Nutzen der "völkischen
Erneuerung" und "Rassenhygiene" weitgehend freie Hand ließ. Das an feudales
Vasallentum erinnernde Machtgefüge im Dritten Reich tat dann ein Übriges, um
die mörderische Spirale der Unmenschlichkeit in Gang zu setzen, die zunehmend
an Eigendynamik gewann: "Die Regierung verkam (...) zu einem monströsen Gebilde
rivalisierender Machtsphären, bei dem die einzelnen Machthaber zur Stärkung
und Erhaltung der eigenen Position bestrebt waren, sich gegenseitig darin zu
übertreffen, 'im Sinne des Führers' zu handeln - bei der Umsetzung seiner 'Idee'
in die Praxis." Indem Hitler seine konkurrierenden Paladine und Statthalter
an der langen Leine hielt, sicherte er sich nach der Devise divide et impera
geschickt seine zentrale Stellung im System.
Auch in diesem Buch hebt sich der Autor von
Der Hitler-Mythos und der noch bemerkenswerteren großen Hitler-Biografie
mit seinen Thesen zu Phänomen und Struktur des Nationalsozialismus wohltuend
vom Mainstream ab. Dies mag nicht zuletzt an der Unbefangenheit liegen, die
er sich als Außenstehender bei der Analyse der heiklen deutschen Geschichte
erlauben kann.
Roland Detsch
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Opfer und Täterinnen.
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Von Angelika Ebbinghaus. Während die höheren Ränge
der Nazi-Hierarchie fast ausnahmslos mit Männern besetzt waren, taten auf den
unteren und mittleren Ebenen der Unterdrückungs- und Vernichtungsmaschinerie
auch viele Frauen ihren Dienst. In besonderem Maße gilt das für den gesamten
Bereich der Fürsorge und der Armutsverwaltung. In zahlreichen Fallbeschreibungen
und Selbstdarstellungen konfrontiert dieses Buch die Karrieren von Frauen, die
im Dienste der nationalsozialistischen Aussonderungs- und Vernichtungspolitik
standen, mit den Schicksalen von Frauen, denen solche Fürsorge zum Verhängnis
wurde.
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Kinder der Opfer. Kinder der Täter.
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Von Martin S. Bergmann, Milton E. Jucovy, Judith S. Kestenberg
(H rsg.). Erinnerungen von Überlebenden des Holocaust werden durch
das Prisma der Psychoanalyse betrachtet und daraufhin untersucht, wie menschliches
Verhalten durch Extremtraumatisierungen geprägt und dauerhaft bestimmt wurde.
Die Fallgeschichten der Überlebenden forderten charakteristische Symptome zutage:
Angst, Wünsche nach Isolation und Rückzug, psychosomatische Beschwerden, Apathie
und Hoffnungslosigkeit, Furcht vor neuerlicher Verfolgung u.a. Die Behandlung
der Opfer und ihrer Kinder stellte die Therapeuten vor große theoretische und
praktische Probleme, über die hier berichtet wird.
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Letzte Briefe.
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Von Helmuth James Graf von Moltke. Diese Briefe dokumentieren
Helmut James von Moltkes beispielloses Engagement gegen Ungeist und Terror des
NS-Regimes, seinen Einsatz für die Opfer der Nazi-Tyrannei und eine menschenwürdige
Zukunft. - Ein Buch, das Zugang zu einem der wichtigsten Vertreter des deutschen
Widerstandes ermöglicht und das, nicht nur für junge Leser, Pflichtlektüre sein
sollte.
"Ich habe ein Leben lang gegen einen Geist der Enge und der
Gewalt, der Überheblichkeit, der Intoleranz und des Absoluten, erbarmungslos
Konsequenten angekämpft. Ich habe mich auch dafür eingesetzt, das dieser Geist
mit seinen schlimmen Folgeerscheinungen wie Nationalismus im Exzess, Rassenverfolgung,
Materialismus überwunden werde. Insoweit haben die Nationalsozialisten recht,
dass sie mich umbringen."
Helmut James von Moltke
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Frauenkonzentrationslager Ravensbrück.
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Von Germaine Tillion. Die Ethnologin Germaine Tillion
gehörte zur Resistance und wurde 1942 nach Ravensbrück deportiert. Ihr bedeutendes
Buch über das Frauenkonzentrationslager ist sowohl der authentische Bericht
einer Lagerinsassin als auch eine detaillierte Dokumentation aller verfügbaren
Fakten.
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Der Mut zum Überleben.
Jüdische Frauen und ihre Familien in Nazi- Deutschland.
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Von Marion Kaplan. Marion Kaplan liefert mit dieser
bahnbrechenden Studie eine Innensicht der Judenverfolgung, wobei ihre Aufmerksamkeit
weniger den Tätern und den »ganz normalen Deutschen« gilt. Sie lenkt vielmehr
den Blick auf die Perspektive der Opfer: Wie haben die deutschen Juden den Alltag
im Nationalsozialismus erfahren? Diese Frage beantwortet Marion Kaplan anhand
einer Fülle von bislang kaum ausgewerteten Briefen, Tagebüchern, Erinnerungen
und Interviews hauptsächlich jüdischer Frauen. Ihr Blick vernarrt zwangsläufig
dort, wo ihn andere Historiker bislang rasch wieder abgewendet haben: in den
Küchen und Wohnstuben, Straßen, Nachbarschaften, Kindergärten und Schulen, beim
Einkaufen, in Cafés, auf Ämtern und Behörden. Erst aus dieser beklemmenden Nähe
heraus begreift man die allmähliche Verengung des Lebens und den ungeheuren
Mut, den das Überleben täglich gekostet hat.
»Dies ist ein durchschlagendes und überwältigendes Buch, das zeigt, wie Gewalt,
die das Ausmaß eines Genozids erreichen kann, ihren Ursprung in den kleinsten
Äußerungen von Vorurteil und Hass hat. Mit dieser Botschaft ist der Holocaust
urplötzlich vor der eigenen Haustür.«
Deborah Lipstadt in der New York Times
»Kaplans sensiblem Buch gelingt es, eine ausgewogene Schilderung vom Leben der
deutschen Juden unter der Naziherrschaft zu geben. Sie zeigt überzeugend, wie
die deutsche Gesellschaft (indoktriniert durch Nazipropaganda) den ersten Schlag
gegen die Juden ausführte, lange bevor irgendwelche Gesetze dies vorgaben «
Kirkus Reviews
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