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Empfehlenswerte Bücher
zur Todesstrafe
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Die Geschichte der Todesstrafe in Nordamerika.
Von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart.
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Von
Jürgen Martschukat, Dr. phil. habil.
Die USA sind die einzige westliche Demokratie, die bis heute an der Todesstrafe
festhält. Von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart zeigt dieses Buch, daß die
verordnete Tötung von Menschen nicht nur ein Instrument des Strafrechts ist,
sondern zugleich ein Ausdruck der amerikanischen Gesellschaftsordnung und ihrer
Weltbilder. So ist es beispielsweise alles andere als ein Zufall, daß weit überproportional
afroamerikanische Männer aus sozial benachteiligten Milieus zum Tode verurteilt
werden. Auch die Praxis der Todesstrafe - etwa die Abschaffung der öffentlichen
Hinrichtung oder die Einführung des elektrischen Stuhls - spiegelt ebenso wie
ihre Darstellung in den Medien und der Literatur allgemeine Entwicklungen in
den USA. Jürgen Martschukats Buch ist eine kenntnisreiche und kritische Einführung
in eines der brisantesten Themen der amerikanischen Gesellschaft.
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Dead Man Walking, Sein letzter Gang.
Siehe auch
Interview mit Sister Helen Prejean
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| Neuauflage ! |
Auch als
Video (VHS) oder
DVD in erhältlich. |
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Von Helen Prejean. Dieses
Buch erzählt eine wahre Begebenheit. Schwester Helen Prejean, die als Sozialarbeiterin
in den Schwarzenghettos von New Orleans arbeitet, hat einen Ruf als vehemente
Fürsprecherin sozialer Randgruppen. Diesem Ruf verdankt sie auch den Brief eines
zum Tode Verurteilten, der sich von ihr Unterstützung bei seinem Gnadengesuch
verspricht. Seit sechs Jahren sitzt Patrick Sonnier bereits wegen Mordes in
Haft. Seine Hinrichtung steht unmittelbar bevor. Sister Helen Prejean besucht
ihn im Gefängnis, und sie erlebt diese fremde Welt aus Teilnahmslosigkeit, Verzweiflung,
Wut und Angst als tiefen Schock. Trotz ihres Mitgefühls für den verbitterten
jungen Mann, der seine Schuld ihr gegenüber beharrlich abstreitet, ist sie jedoch
nicht so naiv, ihm bedingungslos zu vertrauen. Und sie besucht auch die Hinterbliebenen
der getöteten Opfer. Die Eltern des Jungen, der erschossen wurde. Die Eltern
des Mädchens, das vor ihrem Tod mehrfach brutal vergewaltigt wurde. Verzweifelte
Menschen, die Sister Prejeans Engagement für den Täter nicht begreifen können.
Aber wie jedem Menschen, der ihren Beistand braucht, steht sie auch ihm zur
Seite. Selbst dann noch, als er ihr schließlich seine Schuld gesteht.
Das Nachwort von Ute Thiemann bietet dem Leser Einblicke
in das amerikanische Justizsystem, um die Realität jenseits der von Film und
Fernsehen bekannten Klischees verständlich zu machen.
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The Green Mile.
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DVD /
Video |
Verfilmt von Frank Darabont mit Tom Hanks und David Morse.
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Von Stephen King. Das Staatsgefängnis Cold Mountain
im US-Staat Georgia, 1932:
Paul Edgecomb ist Gefängnisaufseher und verantwortlich für Block E. Wer hier
sitzt darf nur noch darauf warten, bis ihm 10.000 Volt vom Knöchel an aufwärts
durch alle Glieder gejagt werden.
78 Hinrichtungen hat Paul Edgecomb schon miterlebt, der in seinem Block akribisch
auf Ruhe und Ordnung achtet. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als Jon Coffey
eingeliefert wird. Er soll zwei Farmerstöchter missbraucht und ermordet haben.
Schon bald zweifelt Edgecomb an der Schuld des riesenhaften Schwarzen.
Das Buch zum Film mit farbigen Szenenfotos.
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Rituale der Vergeltung.
Die Todesstrafe in der deutschen Geschichte 1532
- 1987
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Von Richard J. Evans. Unbefangen gegenüber den Fachgrenzen
von Sozial- und Rechtsgeschichte, Kultur-, Religions- und Ideengeschichte entwickelt
Richard Evans ein spannendes historisches Panorama um eine der Kernfragen des
sozialen Zusammenhalts: die Macht des Staates über Leben und Tod.
"Evan's Studie umfasst nicht nur einen langen Zeitraum, er prüft auch jeden
möglichen Aspekt des Themas Todesstrafe: die Geschichte von Verbrechen und abweichendem
Verhalten, in enger Verbindung mit der Veränderung der Klassen- und Geschlechterbeziehungen
in der deutschen Gesellschaft ab dem 16. Jahrhundert; die Geschichte des Strafprozesses
und der Rechtsformen; die sich verändernden Formen der Hinrichtung und die mit
ihr zu unterschiedlichen Zeiten verbundenen symbolischen Bedeutungen....Richard
Evans hat ein großartiges und wichtiges Buch geschrieben."
Mit diesen Worten würdigt Joachim Whaley im "Times Literary Supplement" die
englische Originalausgabe von Evans' Buch.
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Inszeniertes Töten.
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Von
Jürgen Martschukat.
Noch bis weit ins 18. Jahrhundert hinein wurden Hinrichtungen als grausames
Massenspektakel inszeniert. Nach einem festgelegten Ritus wurden die Delinquenten
zum Richtplatz geführt, der aufgebrachten Menge präsentiert und vor den Augen
des Volkes wahlweise enthauptet, aufs Rad geflochten oder erhängt. Im bürgerlichen
Zeitalter legte man demgegenüber großen Wert auf einen diskreten, rationellen
und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindenden Vollzug der Todesstrafe.
Beispielhaft hierfür steht die Guillotine, die als adäquates und zugleich "humanes"
Mittel angesehen wurde, um Gewalttäter vom Leben zum Tode zu befördern. Wie
kommt dieser signifikante Wandel der Todesstrafe zustande? Welches kulturelle
Selbstverständnis steht dahinter? Wie kommt es, dass die Aufklärung zwar vormoderne
Strafrituale, nicht aber die Todesstrafe selbst als unmenschlich ablehnt? Der
Autor geht diesen Fragen nach, indem er die verschiedenen Diskurse um Strafrecht
und Staatstheorie, Medizin und Psychologie, Ethik und Philosophie freilegt.
Einbezogen werden dabei auch Berichte der Sensationspresse, die Ausdruck der
wachsenden Lust an Verbrechen und Todesurteilen sind.
An zahlreichen Fallbeispielen beschreibt das Buch die bemerkenswerte
Geschichte der Todesstrafe vom "Theater des Schreckens" der Frühen Neuzeit bis
zur diskreten und maschinellen Hinrichtung des bürgerlichen Zeitalters, für
die exemplarisch die Erfindung der Guillotine steht.
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Streitfall Todesstrafe.
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Von Frank Müller. 1998 jährte sich zum fünfzigsten
Mal die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten
Nationen. Diese Rechte sind keine Privilegien, die eine Regierung gewähren oder
entziehen kann. Dem Recht des Staates, Sanktionen zu verhängen, setzen die Menschenrechte
mithin Grenzen. Dagegen sprechen Zahlen und Fakten: etwa 100 Länder verhängen
aus verschiedensten Rechtsgründen die Todesstrafe: Mord, Raubüberfall, Vergewaltigung,
Ehebruch, ... und auch in deutschsprachigen Ländern wird der Ruf nach der Wiedereinführung
der Todesstrafe wieder lauter.
Das vorliegende Buch blickt in die dunkle Geschichte der
Todesstrafe, schaut hinter die Kulissen der heutigen Praxis und fragt nach den
Kriterien von Humanität. Schließlich bezieht es auf dem Hintergrund der aktuellen
politischen Diskussion eindeutig Stellung:
In einer zivilisierten Gesellschaft darf niemand der Folter
oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen
werden.
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Der letzte Tag eines Verurteilten.
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Von Victor Hugo.1828 kam Victor Hugo über den Platz
der Guillotine, als dort die letzten Vorbereitungen für eine Hinrichtung getroffen
wurden. Der Scharfrichter veranstaltete eine Art Generalprobe. Am anderen Morgen
setzte sich Victor Hugo an seinen Schreibtisch und begann die Niederschrift
seines Buches "Der letzte Tag eines Verurteilten". 1829 erschien das dramatische
Plädoyer gegen die Todesstrafe. Ein dramatischeres wurde in der Tat wohl niemals
geschrieben. Dass Hugo sich in das Leid der anderen versenken konnte, ist die
große Quelle seiner Kraft und seiner Wirkung. Dass wir neben dem Verstand und
dem Gefühl des Dichters das Herz des großen Menschen spüren, das sichert dieser
spannenden, packenden und ergreifenden Erzählung ihren mitreißenden Erfolg.
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Billy
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Nicht mehr lieferbar.
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Von Albert French. Mississippi 1937: Billy, ein zehnjähriger
farbiger Junge, tötet versehentlich ein weißes Mädchen. Albert French erzählt
in bewegenden Bildern aus dem Blickwinkel des Kindes die authentische Geschichte
des Billy Lee aus Banes County, der 1937 auf den elektrischen Stuhl kam, weil
für die Richter und Geschworenen letztendlich seinen Hautfarbe über Schuld und
Unschuld entschied.
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'Nur ein anderer Tag und nur ein anderer Tod ...'
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| Nicht mehr lieferbar. |
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Hrsg. Claudia von Trotha. Ein Buch, das ergriffen
und betroffen macht: Die Autorin - seit mehr als einem Jahrzehnt Mitglied bei
Amnesty international - hat vor sechs
Jahren einen Briefwechsel mit zwei Häftlingen in Huntsville, Texas, begonnen,
der hier in Auszügen dokumentiert ist. Beide Häftlinge sind zum Tode verurteilt,
einer von ihnen wurde im März 1997 hingerichtet. In ihrem Nachwort zu dem Briefwechsel
schreibt sie: "Ich konnte jetzt nicht mehr annehmen, dass ich jemandem schreiben
werde, der unter Umständen kein Mörder ist. Ich musste mich fragen, wie ich
damit umgehe, dass ich vielleicht Menschen schreiben werde, denen Gefühle wie
Leid, Reue, Schmerz und Trauer über das, was sie anderen angetan haben, fremd
sind. Ich musste mich fragen, was meine Motive sind, die mich dazu bewegen,
mich auf einen solchen Briefwechsel einzulassen. Hatte ich Mitleid mit Menschen,
die auf die Hinrichtung warten? Hoffte ich durch die Korrespondenz, eine Auseinandersetzung
mit dem Verbrechen, der Tat, mit dem Leiden der Verbrechensopfer zu wecken?
Alle diese Fragen und Überlegungen spielten eine Rolle, auch wenn sie sich mir
in dieser Deutlichkeit erst im Laufe des Briefwechsels stellten."
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Zur Aktualität der Todesstrafe.
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Hrsg. Christian Boulanger. Dieser Sammelband, der
das Ergebnis einer von Amnesty international
organisierten interdisziplinären Ringvorlesung an der Freien Universität
Berlin ist, untersucht die Todesstrafe aus verschiedenen Blickwinkeln und versucht
der Frage nachzugehen, warum diese Strafform noch heute so aktuell ist. Das
Länderbeispiel USA steht dabei im Vordergrund.
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Furchtbare Richter
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Von Otto Gritschneder. Deutsche
Kriegsgerichte verhängten während des Zweiten Weltkriegs etwa 50 000 Todesurteile.
Viele der Urteile, die von den juristischen Vollstreckern des Hitler Regimes
gefällt wurden, richteten sich gegen Männer, die aus Gewissensgründen nichts
mit dem Vernichtungskampf der Nazidiktatur gegen die Völker Europas zu tu haben
wollten. Der Autor dokumentiert Art und Ausmaß des begangenen Unrechts und nennt
Täter und Opfer. Er macht deutlich, wie glimpflich Nazi-Juristen in der strafrechtlichen
Aufarbeitung ihrer Verbrechen davongekommen sind.
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Todesstrafe.
Kinder vor der Hinrichtung.
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Von Jocelyne Sauvard. Die Todesstrafe erfreut sich
wachsender Beliebtheit in den USA - in einem Land , das sich einst als Wiege
der Menschenrechte verstand. Die Zustimmung der Bevölkerung steigt mit den Zahlen
derer, die vom Gericht zum Tod auf dem elektrischen Stuhl oder durch die Giftspritze
verurteilt werden. Die meisten von ihnen sind schwarz. Manche von ihnen sind
unschuldig. Und manche von ihnen sind Kinder: 15 Jahre alt - und am Ende des
Ganges lauert der Tod. Zu jung, um wählen zu dürfen, aber alt genug zum Sterben.
In diesem Buch werden die Geschichten zweier Jugendlicher
aus der "Death Row" erzählt - schockierende Berichte. Die die menschenverachtende
Grausamkeit dieser Justiz offenbar werden lassen. Zum besseren Verständnis der
Zusammenhänge informiert ein Sachteil über die Todesstrafe auch in anderen Ländern,
über ihre Geschichte, ihren rassistischen Charakter sowie über das Thema Gesellschaft
und Kriminalität.
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Lebenslänglich Todesstrafe.
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Von Friederich Küppersbusch und Oliver Becker.
Im Magazin der Festung Ehrenbreitstein
über dem Deutschen Eck in Koblenz liegt eine monströse Maschine: Deutschlands
letzte Guillotine, fertiggestellt 1949, um die Todesstrafe an einer verurteilten
Kindsmörderin zu vollstrecken. Tage, zum Schluss Stunden, retteten der Delinquentin
buchstäblich den Kopf. Mit Inkrafttreten des Grundgesetzes im Mai 1949 wurde
die Todesstrafe abgeschafft. Das Buch erzählt das Leben einer Kriegerwitwe,
die 1945 als junge Mutter ihre beiden kleinen Kinder ermordete und dafür zum
Tode verurteilt wurde. Das Drama ihrer immer wieder geplanten, verschobenen
und zuletzt aufgehobenen Hinrichtung ist ein schattenreiches Stück deutscher
Nachkriegspolitik.
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Elaines Entscheidung.
Kurzgeschichten zur Todesstrafe.
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Von Helma Felzer. Wer sind die Frauen und Männer,
die in amerikanischen Todestrakten oft jahrelang mit ihrer Hinrichtung rechnen
müssen? Was fühlen sie, ihre Angehörigen und die Familien ihrer Opfer? Diesen
Fragen geht Helma Felzer in ihren zehn Kurzgeschichten rund um das Thema Todesstrafe
in den USA nach. Die Geschichten zeigen dem Leser anhand von Fallbeispielen
die Lückenhaftigkeit des amerikanischen Rechtssystems, das von der Justiz oft
als das gerechteste der Welt verteidigt wird. In ihren Kurzgeschichten thematisiert
Felzer auch, dass die Todesstrafe häufig Mittel für skrupellose Politiker ist,
sich Wählerstimmen zu verschaffen.
Daneben stellt die Autorin in Frage, ob der Schmerz auf Seiten
der Opfer und der Angehörigen wirklich verschwindet, wenn das Prinzip Rache
angewandt und der Mörder hingerichtet worden ist. Wichtig ist Helma Felzer eine
differenziertere Darstellung der Menschen in den Todestrakten, die von den Medien
oft publikumswirksam, aber nicht adäquat als "Dämonen" und "Monster" mit "blutrünstigen,
schwarzen Augen" dargestellt werden. (Ute Sautmann)
Leseprobe: ... Seit zehn Jahren war Dad im Todestrakt.
Als Maria ihn die ersten Male besuchte, war sie eine Sechsjährige, die versuchte,
ihren Dad zu umarmen, die Wangen an seine zu pressen. Kalt hatte die dicke,
drahtbezogene Scheibe im Besuchsraum ihre Berührung abgewiesen. ... Die Scheibe
verfolgte Maria in ihren Träumen, ein menschenverschlingender Höllenhund, in
dessen durchsichtigem Bauch die Gefangenen mit verzerrten Gesichtern und ausgestreckten
Armen verzweifelt nach Hilfe schrien. Die Schreie, die am glatten Glasbauch
des Ungeheuers abprallten, drangen niemals nach außen. ... Wenn sie nur eine
Freundin hätte, mit der sie ihre Angst teilen könnte! Unwillkürlich fiel ihr
Veronica ein. Sie war fünfzehn, wie Maria. Die beiden waren sich nie begegnet,
aber Maria hatte Veronica oft im Fernsehen gesehen. ... Einmal hatte ein populärer
Talkmaster, der für seine Unverfrorenheit berühmt war, Veronica aus der Reserve
gehetzt. Mit fieberrotem, wutverzerrtem Gesicht hatte sie geschrien: "Was ich
den Männern gegenüber fühle, die Dad getötet haben? Gott hat den einen sofort
gestraft. Ich will den anderen sterben sehen!" Marias Magen verkrampfte sich
bei der Erinnerung an die Szene. ... Wie ein flüchtendes Rudel Rehe stürmten
die Gedanken durch Marias Bewusstsein. Erinnerungen rasten hinterher. Sie hörte
wieder Veronicas Mutter, die vom Podium aus ins Mikrophon schrie: "Dieser Mann
ist ein Dämon! Seht euch seine blutrünstigen schwarzen Augen an!" ... Bei ihrem
nächsten Besuch hatte Maria Dads Gesicht hinter der Glasscheibe gründlich erforscht.
Sie hatte weder ein teuflisches Glänzen noch Blutdurst darin finden können,
nur Müdigkeit und manchmal einen Anflug von Lächeln, wenn sie ihm von ihren
guten Schulnoten erzählte. Sich Dad vorzustellen, wie er Veronicas Vater tötete,
war Marias Alptraum. ... Wieder kreisten Marias Gedanken um Veronica. Veronica
mit ihrem blassen, verschlossenen Gesicht und ihrer Mutter, die sie zu Veranstaltungen
und Fernsehshows schleppte, um öffentlich Sühne für den Mord an Veronicas Vater
zu fordern. Veronica, ein Mädchen wie Maria, allein und ohne Freunde. Veronica,
die Dad sterben sehen will. Warum willst du mir weh tun, Veronica? Wird mein
Schmerz dir Ruhe bringen? Warum willst du, dass ich Dad für immer verliere?
Dass ich hier sitze und seine letzten Minuten zähle? Maria schaut zur Küchenuhr.
Zwei Minuten nach Mitternacht. Sie haben Dad getötet. ...
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Todesstrafe muss sein.
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| Leider vergriffen |
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Von Christian Riesen. Mit diesem Buch nimmt der Autor
Stellung zur Volksinitiative «Todesstrafe für Mörder», zu den Lügengeschichten
gewisser Medien und erklärt warum er sich für die Todesstrafe derart stark macht.
Christian Riesen legt Fakten auf den Tisch: - Geschichtliche Hintergründe -
Das Strafrecht - Warum er die Todesstrafe will - Wie keine Fehlurteile zustande
kommen - Was die Bibel dazu sagt - Welche Lügengeschichten die Medien aufbauten
- Welche Medien lügen - Wie es mit der Initiative weitergeht - Die Argumente
der Befürworter - Die Argumente der Gegner und viele andere mehr... «Mit
der Liberalisierung im Strafrecht wird nur erreicht, dass die Verbrecher viel
besser behandelt werden als deren Opfer und die Hinterbliebenen. Dagegen muss
endlich etwas unternommen werden. Denn nur ein toter Mörder mordet garantiert
nie mehr wieder!» (Christian Riesen).
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Die Todesstrafe in der Geschichte der Menschheit.
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Von Ludwig Barrig. Der Mensch ist dem Menschen ein
Wolf. Mit dürren Worten hat so die Antike das Verhalten des Homo sapiens umrissen.
Aber man meinte den Alltag, den Bereich des Privaten. Handelte es sich um Mörder,
Staatsfeinde, Ketzer, oder andere Schuldige, konnte sich der Tötungstrieb damals
und später freier entfalten. Durch Jahrtausende war der sadistischen Phantasie
im Namen des Königs, der Kirche, des Volkes, im Namen der Gerechtigkeit keine
Grenze gesetzt. Tausendfältig variierte man das Zeremoniell der letzten Stunde,
ließ sich keine Möglichkeit entgehen: Rädern und aufs rad flechten, Hängen und
verbrennen, Guillotinieren und Ausdärmen, auf Elektrischen Stühlen verschmoren
und Vierteilen, Pfählen und ertränken, Felssturz und Kreuzigung.
Die Wirklichkeit der Hinrichtung, die eine Kunst war und
in ihrer Brutalität der Grausamkeit eines kranken Mörders zumindest gleichkam,
wird nicht mehr begriffen. Sie versucht das Buch zu zeigen.
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Leben und Sterben im Todestrakt.
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Von Margrit Sprecher. Menschen hinter Gitter, jahrzehntelang
eingesperrt, zum Tode verurteilt. Die Männer und Frauen, die in der "death row"
auf ihre Hinrichtung warten, sind mehrheitlich Schwarze und Latinos.
Magrit Sprecher schildert detailliert, nach welchen Kriterien in den USA
über Leben und Sterben entschieden wird. In packenden Reportagen berichtet sie
über den demütigenden Alltag im Todestrakt, über die Profiteure dieses Systems
und über die unschuldig Verurteilten.
"Leben und Sterben im Todestrakt" ist das aufrüttelnde Buch einer Autorin,
die keine Kompromisse eingeht, wenn die Gerechtigkeit und die Menschlichkeit
angetastet werden.
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Tod durch das Fallbeil.
Der Deutsche Schafrichter Johann Reichhart (1893-1972)
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Von Johann Dachs. In der Darstellung findet sich eine
Fülle wichtiger Informationen über die bayerische Kriminalgeschichte in der
ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, über andere Eigentümlichkeiten des Lebens
in dieser Zeit, über die Bürokratie des Vollzugs der Todesstrafe und über die
Ausgrenzung des Scharfrichters durch eben die Gesellschaft, die ihn benutzte.
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